Fahrradhelm – Tipps zum Kauf

FahrradhelmeFahrradhelme sind eine Angelegenheit, die gerne kontrovers diskutiert wird. Während sie für einige notwendiges Übel sind, sind sie für andere eine großartige Erfindung und für wieder andere eine Zumutung, da sie die Frisur zerstören und nicht zum Outfit passen.

Was auch immer die Gründe gegen einen Fahrradhelm sind, die sollten in den Wind geschlagen werden, denn ein Fahrradhelm ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme im Straßenverkehr.

Ein Aufprall mit dem Kopf auf Asphalt kann das Leben kosten und ein Lebensretter wie ein Helm sollte daher die Mühe wert sein.

Was zeichnet einen guten Helm aus?

Folgende Eigenschaften zeichnen einen Helm aus und sind nach der Wichtigkeit absteigend geordnet:
1. Guter Sitz: Jeder noch so gute Helm bringt wenig, wenn er nicht optimal auf dem Kopf sitzt und somit wichtige Stellen am Kopf nicht schützt.
2. gute Gurtführung: Die Gurte, die den Helm schließen, sollten gut um die Ohren herumführen, nicht verdreht sein, nicht zwicken und gut in der Schnalle unten am Kinn schließen. Bei Kindern ist gegen häufiges Einzwicken extra ein breiter Schutz angebracht. Eine gute Gurtführung ist daher wichtig, weil sie den Sitz des Helmes auf dem Kopf mitbestimmt und ausmacht, ob der Helm als bequem oder unkomfortabel empfunden wird.
3. Belüftung: Eine gute Belüftung sorgt dafür, dass man unter dem Helm nicht zu sehr schwitzt und er somit angenehm zu tragen ist auf sportlichen Fahrten sowie im Sommer.
4. Gewicht: Ein zu schwerer Helm ist auf langen Strecken unangenehm zu tragen, daher sollte man beim Fahrradhelmkauf auf das Gewicht achten und einen leichteren Helm wählen.

Wie ermittelt man die ideale Helmgröße?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Helmgrößen und zudem spielt auch die Kopfform des Trägers eine große Rolle. Bei der Auswahl des richtigen Helms sollten folgende Schritte in folgender Reihenfolge ausgeführt werden:

1. Wahl des Helmtyps: Je nach Einsatzwunsch sollte eine Helmart aus den folgenden vier verschiedenen Helmtypen ausgewählt werden:

  • Rennradhelm: Dieser Fahrradhelm fällt dadurch optisch auf, dass er keinen Sonnenschirm hat, da dieser bei der gebeugten Haltung des Rennradfahrers auf dem Rad im Sichtfeld wäre.
  • Mountainbikehelm: Ein Mountainbikehelm zeichnet sich dadurch aus, dass er im Genick weiter herunterreicht, um den Radfahrer besser zu schützen. Gerade bei schnellen Touren im Gelände fällt man tendenziell eher auf den Hinterkopf als beim Rennradfahren. Daher ist dieser Schutz wichtig für alle Mountainbiker.
  • BMX-Helm: Für alle BMX-Fahrer gibt es Helme, die optisch Rollerhelmen ähneln und für andere Radsportarten gänzlich ungeeignet sind, da sie schwer sind und keine Belüftung sowie Größeneinstellung aufweisen. Für das Jumpen mit dem BMX bietet es jedoch Sicherheit für Kopf und Gesundheit.
  • Citybereich/Touring: Hier gibt es unterschiedlichste Typen, jedoch gehen die meisten Helme für diesen Bereich optisch in Richtung Mountainbikehelme.

2. Analyse der Schädelform für die Form: Hier muss keine Wissenschaft stattfinden, man sollte nur die grobe Form des Schädels herausfinden, denn es gibt Fahrradhelme, die für breitere und flachere Schädel gemacht sind, sowie solche, die hoch und schmal konzipiert sind. Jeder Helmhersteller hat spezielle Modelle für verschiedene Köpfe.

3. Die richtige Größe finden:

  • Beginn mit Kopfumfang oder typischer Größe: Wenn man Art und Form des Fahrradhelm bestimmt hat, ist es Zeit die richtige Größe zu ermitteln. Dies kann zum einen anhand des Kopfumfanges geschehen oder indem man eine typische Helmgröße anprobiert und sich von dort aus nach unten oder nach oben in der Größe orientiert, je nachdem ob er zu groß oder zu klein ist.
  • munter durchprobieren: Um die richtige Größe zu finden, bietet es sich an unterschiedlichste Modelle und Größen anzuprobieren.

4. Helmtiefe ermitteln: Wichtig ist bei einem Fahrradhelm auch, dass sie verschiedene Tiefen haben. Wenn die richtige Größe ermittelt wurde, kann dieselbe Größe mit unterschiedlichen Tiefen probiert werden. Die richtige Tiefe sorgt dafür, dass der Helm richtig sitzt und nicht nur die oberste Kopfpartie schützt.

5. Probe aufs Exempel: Wenn man nun denkt, den richtigen Fahrradhelm gefunden zu haben, sollte man sich nach vorne lehnen, ohne die Gurte geschlossen zu haben. Wenn er nun nicht vom Kopf rutscht, nachdem man die Kopfweitenregulierung (Ratsche oder Rädchen) passend eingestellt hat, dann hat er einen guten Halt und ist somit geeignet. Rutscht der Fahrradhelm trotz allem, dann ist es die falsche Größe und/oder Form und ist somit ungeeignet.

Welche Hersteller bieten gute Qualität?

Vier Fahrradhelmhersteller sind im Bereich der gut verarbeiteten Helme zu nennen. Die deutsche Firma Uvex bietet Qualität Made in Germany und überzeugt durch ein hervorragendes Preisleistungsverhältnis.
Qualitativ hochwertig und sehr vielseitig im Design sind zudem auch die Produkte von Giro, Bell und Alpina, der Tochtermarke von Uvex. Diese Helme schützen bestens vor Stürzen. Man sollte dabei vor allem auf das CE-Zeichen achten.

Ein Fahrradhelm ist ein wichtiger Sicherheitsgarant, da er den wichtigsten Teil vom Menschen schützt, der bei einem Sturz sonst schutzlos dem Aufprall ausgeliefert ist: der Kopf.

Somit kann der richtige Fahrradhelm Leben retten und man sollte hier nicht an der Qualität sparen. Schützen Sie sich und Ihre Liebsten, damit Rad fahren auch weiterhin ein Vergnügen bleibt.

Bildquelle: © jörn buchheim – Fotolia.com

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